Judo – der sanfte Weg

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Die Geschichte des Judo

Eigentlich begann die Geschichte des Judo in grauer Vorzeit. Aber soweit wollen wir gar nicht zurückgehen. JUDO ist eine wiederentdeckte Kampfkunst der Samurai, also der Kriegerkaste Japans. Die Samurai durften gleich zwei Schwerter tragen, während den anderen Bürgern das Tragen von Waffen strengstens untersagt war. Der Ehrenkodex der Samurai – das Bushido – verlangte unter anderem, dass ein Samurai, der seine Schwerter im Kampf verloren hatte, mit bloßen Händen weiterkämpfen musste. Beide Künste erlernten die japanischen Ritter auf den Samuraischulen.

Die Kampfkunst mit bloßen Händen erhielt im Laufe der Zeit den Namen JuJitsu. Im Jahre 1877 entdeckte Dr. Erwin von Bälz, ein deutscher Medizinprofessor an der kaiserlichen Universität Tokio, diese im Lauf der Zeit in Vergessenheit geratene Kampfkunst wieder. Er konnte einen begabten jungen Mann namens Jigoro Kano dafür interessieren, und dieser gründete schließlich eine Schule, in der diese Kunst wieder gelehrt wurde. Es entstand das JiuJitsu, aus dem sich – nachdem Kano die gefährlichen und zum Teil tödlichen Techniken eliminiert hatte – das heutige Judo entwickelte.


JUDO in Deutschland

Der Protagonist des JUDO in Deutschland war Altmeister Erich Rahn, der 1906 in Deutschland eine JiuJitsu-Schule eröffnete. Alfred Rhode aus Frankfurt baute diese Kampfkunst letztendlich zum JUDO um und führte diesen Sport in ganz Deutschland ein. Trotzdem dauerte es noch bis zum Jahr 1932, bis er den Deutschen Judo Ring gründete, einen Vorläufer des Deutschen Judo Bundes. Heute ist der Deutsche Judo Bund mit mehr als 600.000 Mitliedern der größte Verband von Sportlern, die sich im Zweikampf messen. JUDO ist aber auch die variantenreichste Zweikampfsportart. Für den Stand- und Bodenkampf gibt es mehr als 140 Grundtechniken, von den vielen Ableitungen ganz zu schweigen. Körperliches Geschick, ein flexibler Geist und Schnelligkeit gehören unbedingt dazu, wenn man die Judokunst ausüben will.